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Newsletter September 2020

* Aus der aktuellen Arbeit
* Stellenausschreibungen
* Veröffentlichungen
* Zum guten Schluss

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* Aus der aktuellen Arbeit

***Bildung in Kirche und Gesellschaft***

ALPIKA-Tagung 2020 in Münster mit thematischem Schwerpunkt zu “Digitalität und Bildung”

Vom 23. bis 26. September fand die diesjährige Tagung der ALPIKA-Leitenden im Franz-Hitze-Haus in Münster unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln als Präsenzveranstaltung statt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die kirchliche Bildungsarbeit, insbesondere auf den Religionsunterricht, sowie Digitalisierung und die verstärkte Nutzung digitaler Medien waren zentrales Thema. In seinem Grundsatzreferat zur „Bildung im digitalen Kontext“ ging Prof. Dr. Bernd-Michael Haese, Kiel, von der „Normalität“ der Digitalisierung aus. Theologisch, so Haese, gäbe es kein Prä für eine bestimmte Kommunikationsform und bestimmte Medien. Entscheidend sei vielmehr deren Funktionalität für religiöse Kommunikation. Aus theologischer Perspektive seien anthropologische Herausforderungen wie ein zunehmender „digital Divide“ sowie Fragen der Bildungsgerechtigkeit zu bedenken. Den kompletten Vortrag zum Nachlesen finden Sie hier. Im Anschluss hatte der Bereich „rpi-virtuell“ des Comenius-Instituts Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen vorzustellen. Hier stießen der „relichat“, das Format des „ReliCamps“ und insbesondere das OER-Projekt zur Entwicklung frei verfügbarer Materialien für den Religionsunterricht auf starke Resonanz bei den Leitenden der ALPIKA-Institute. Exemplarisch für die Arbeit des Comenius-Instituts wurden das „narrt“-Projekt, derzeitige Entwicklungen im Bereich „Europäische Bildung“ sowie in der Evangelischen Bildungsberichterstattung und schließlich im Bereich Gemeindepädagogik vorgestellt. Im Weiteren beschäftigte sich die Konferenz mit den im Sommer veröffentlichten Entwurf der Leitsätze „Kirche auf guten Grund“ sowie mit dem Zukunftsforum, das am 18. September als Online-Konferenz mit rund 500 Delegierten aus den Landeskirchen stattgefunden hatte.

Die nächste Konferenz der Leiter*innen findet vom 22. bis 24.09.2021 in Loccum statt. Geplant ist, „Europäische Bildung“ zum Schwerpunktthema zu machen.

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Trägerübergreifende Stellungnahme: Familienbildung jetzt verlässlich und nachhaltig sichern!

Die anhaltende Krise strapaziert besonders das Familienleben. Immer mehr Eltern und Großeltern suchen nach ungezwungener Alltagsunterstützung und nach Austausch mit anderen Familien. Doch zu einem Zeitpunkt, wo offene evangelische Angebote im Sozialraum besonders gefragt sind, steht die Evangelische Familienbildung vielerorts vor dem Aus. Besonders in Regionen, wo die Bildungsbenachteiligung ohnehin ausgeprägt ist und sich durch die Pandemie weiter verschärft, kämpfen die Einrichtungen um ihre Existenz.

Gemeinsam mit fünf weiteren bundesweiten Verbänden der Familienbildung fordert die Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE) die Zukunft der Familienbildung nicht länger aufs Spiel zu setzen. Der Aufruf thematisiert die aktuellen Missstände und macht deutlich, dass auf Seiten von Politik und Kirche dringender Handlungsbedarf besteht.

Gefordert wird im Überblick:

  • Angebote der Familienbildung für alle Familien offen zu halten und der sich verschärfenden Bildungsbenachteiligung zu begegnen,
  • eine tragfähige und zukunftsfähige Finanzierungsstrategie für Einrichtungen der Familienbildung zu entwickeln,
  • ein Bundesprogramm zur Unterstützung des digitalen Wandels in der Familienbildung aufzulegen.

Hier finden Sie die komplette Stellungnahme.

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Jahrestagung des Sozialwissenschaftlichen Instituts SI

Eine Premiere war es, die Jahrestagung des SI am 14./15.09. ausschließlich digital durchzuführen.; Thema der Jahrestagung war das Forschungsprojekt „Zivilgesellschaftliches Engagement“. Es wurden Motive, Werte, Beweggründe, Anstöße und Ziele zum Engagement im Rahmen der Aufnahme von Geflüchteten präsentiert. Grundlage ist die repräsentative Befragung des SI zum Engagement und den Sichtweisen der Bevölkerung (SI-Flüchtlingsstudie) in diesem kontrovers diskutierten Feld. Erste Ergebnisse dieser Untersuchung wurden bei der digitalen Jahrestagung von Maria Sinnemann und OKR‘in  Petra-Angela Ahrens präsentiert, von Expert*innen kommentiert und in weiteren Impulsen und Diskussionen in den gesellschaftlichen, kirchlichen und politischen Zusammenhang eingeordnet. Dr. Peter Schreiner nahm an der Jahrestagung für das CI teil. Berichte und Präsentationen finden sich auf der SI-Seite.

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EKD-Handreichung „Kinder in der Mitte!“ und EKD-Foren dazu:

Im Vorfeld des Weltkindertages am 20.09. wurde eine Handreichung des Rates der EKD „Kinder in die Mitte! Evangelische Kindertageseinrichtungen: Bildung von Anfang an“ veröffentlicht. Der von der Kammer der EKD für Bildung und Erziehung, Kinder und Jugend erarbeitete Text betont das Recht auf frühe Bildung und Religion für alle Kinder. Kinder werden im gesellschaftlichen Diskurs oft unter dem Aspekt eines Betreuungsproblems diskutiert. In der AG der EKD-Bildungskammer hat Kirsti Greier für das CI mitgearbeitet, Ergebnisse des vom CI herausgegebenen Bildungsberichtes zu Evangelischen Tageseinrichtungen von Kindern sind bei der Erarbeitung des Textes verwendet worden. In einem abschließenden Praxisteil bietet das Buch Arbeitsmaterialien, die zum Austausch anregen und Inspirationen für die Praxis bieten sollen. Diese stehen zum kostenlosen Download auf https://www.ekd.de/materialien-und-arbeitshilfen-kinder-in-die-mitte-58938.htm zur Verfügung.

***Bildung in der Schule***

Dokumentation der digitalen narrt-Tagung “Hands on? Das Labor für antisemitismuskritisches Material” verfügbar

Vom 6. bis 8. September 2020 fand die digitale Tagung “Hands on? Ein Labor für antisemitismuskritisches Material” des Netzwerkes antisemitismus- und rassismuskritische Religionspädagogik und Theologie (narrt) in Kooperation mit der Ev. Akademie zu Berlin, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und dem Comenius Institut statt. Neben spannenden Vorträgen und Diskussionen zu Antisemitismus im Schul- und Bildungsbereich sowie zu Intersektionalität, wurde mit der Methode des Design Thinking kreative Ideen und neue Materialien für die Praxis entwickelt. Die Evangelische Akademie zu Berlin sowie der Deutschlandfunk berichteten über die Veranstaltung. Alle Eindrücke und Ergebnisse wurden in einer Tagungsdokumentation zusammengestellt und können hier nachgelesen werden.

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AG der EKD zu Digitalität und evangelischer Religionsunterricht

Eine AG des Kirchenamtes der EKD und des CI erarbeitet einen Orientierungsrahmens zum Bereich Digitalität und evangelischer Religionsunterricht. Anlass und Anknüpfungspunkt bildet dabei das Strategie-Papier der KMK „Bildung in der digitalen Welt“, in der alle Fächer in der Schule aufgefordert werden, zur Ausbildung digitaler Kompetenzen beizutragen. Beim digitalen Treffen am 11.09. wurden Textentwürfe im Blick auf Bestandsaufnahme, bildungstheoretische und theologisch-ethischer Orientierungen und konkreten Überlegungen zum Beitrag des RU zur Kompetenzbildung sowie der verschiedenen Ausbildungsphasen diskutiert. Ein erster Gesamtentwurf soll im Frühjahr 2021 vorliegen. Aus dem CI arbeiten Joachim Happel und Dr. Peter Schreiner in der AG mit.

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Herausgeber/innen der Zeitschrift für Pädagogik und Theologie zum Religionsunterricht

„Gerade jetzt!- 10 Thesen, warum der Religionsunterricht in der Corona-Zeit unverzichtbar ist.“ So lautet die Überschrift der am 03. September veröffentlichten Argumentation zur Bedeutung des RU in der Schule. In den Thesen wird dargelegt, weshalb der RU in der Corona-Zeit am Ort der Schule unverzichtbar ist. Betont wird das Recht der Kinder und Jugendlichen auf umfassende Bildung und die wesentliche Grundaufgabe der Schule, weitreichende Orientierungen zu ermöglichen. Dieser Anspruch einer umfassenden Bildung kann angesichts der gegenwärtigen Krisenerfahrungen durch die sogenannten Hauptfächer ausreichend erfüllt werden, vielmehr könne der RU dazu dienen, „ethische Grundfragen zu formulieren, Entscheidungssituationen bewusst zu machen und Modelle zum Umgang mit den aktuellen Problemstellungen zu entwickeln.“ Der Text ist zugänglich unter https://doi.org/10.1515/zpt-2020-9090. Der Vorsitzende des Comenius-Instituts, Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Schweitzer gehört zu den Herausgebern der Zeitschrift.

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* Stellenausschreibungen

 

Stellenausschreibung als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in im Rahmen des Projekts „Qualität und Qualitätsentwicklung im Religionsunterricht“ (QUIRU)

An der Eberhard Karls Universität Tübingen ist im Rahmen des Projekts „Qualität und Qualitätsentwicklung im Religionsunterricht“ (QUIRU) die Stelle als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen. Bewerbungen bitte in elektronischer Form umgehend an Prof. Dr. Friedrich Schweitzer (Friedrich.Schweitzer@uni-tuebingen.de) verschicken. Die komplette Stellenausschreibung finden Sie hier.

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Projektkoordinator*in für das Projekt “Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen” der DEAE gesucht

Die Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung e.V. (DEAE) sucht zum 01.01.2021 eine Projektkoordinator*in mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 19,50 Stunden im Projekt “Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen”. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 25. Oktober 2020.

Hier finden Sie die komplette Stellenausschreibung.

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* Veröffentlichungen

Böhme, Thomas; Fermor, Gotthard; Keßler, Hildrun; Mulia, Christian (Hg.):
Digitale Bildung und religiöse Kommunikation. Eine Veröffentlichung des Comenius-Instituts, Münster, in Verbindung mit dem Arbeitskreis Gemeindepädagogik e.V.
Link zum Bookshop

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* Zum guten Schluss

Lebenskunst ist, Problemen nicht auszuweichen, sondern daran zu wachsen.
Anaximander (610 v.Chr.-547 v.Chr.), griechischer Philosoph



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