Inklusion und inklusive Bildung

Rückschau - Forum für Heil- und Religionspädagogik 2012

Annebelle Pithan

2014

Das 8. Forum für Heil- und Religionspädagogik findet vom 26.-28.05.2014 in Bad Honnef statt und hat das Thema "Krise und Kreativität".

2012 

Das 7. Forum für Heil- und Religionspädagogik fand vom 18.-20.4.2012 wieder im KSI in Bad Honnef statt.

Viele interessante Impulse, neue Einsichten und weiterführende Vernetzungen – so lautet das Fazit nach dem 7. Forum für Heil- und Religionspädagogik. Mit dem Thema „`… dass alle eins seien‘ – Im Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion“ stand eine aktuelle Herausforderung im Zentrum der Vorträge und Workshops. Die 130 evangelischen und katholischen Teilnehmenden kamen aus Schule, Fortbildung, Universität, Einrichtungen und Kirchen. Die Beiträge werden im ersten Quartal 2013 in einem Band veröffentlicht und sind sofort hier zu finden:

Dokumentation zum 7. Forum:
Präsentation Prof. Gerhard Wegner
Präsentation Prof. Irmtraud Fischer
Bibliographie Prof. Irmtraud Fischer

Kontakt: Dr. Annebelle Pithan, pithan@comenius.de

2010

"Und schuf dem Menschen ein Gegenüber..." : Im Spannungsfeld von Autonomie und Angewiesensein
ab sofort zum Download im Open Access Bereich verfügbar

Gelungenes Jubiläum - 10 Jahre Forum für Heil- und Religionspädagogik

"Ich habe viele neue Anregungen bekommen und gehe gestärkt in meinen Berufsalltag zurück", brachte eine Teilnehmerin die Stimmung vieler auf den Punkt. Zum Thema "Und schuf dem Menschen ein Gegenüber..." : Im Spannungsfeld von Autonomie und Angewiesensein" kamen über 90 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und Ungarn nach Bad Honnef. Für die EKD und das CI gratulierte OKR Dr. Jürgen Frank zu dieser unverzichtbaren Tradition und sprach sich für  ein inklusives Lernen aus. OKR Pfr. Klaus Eberl aus der EKiR, der den kurzfristig verhinderten Präses Nikolaus Schneider vertrat, unterstrich das notwendige Engagement der Kirchen für Menschen mit Behinderungen. Das auch künftig fortgesetzte Engagement für das Forum unterstrich Dr. Wilhelm Albrecht für den Deutschen Katecheten-Verein. Dr. Simone Bell-D’Avis betonte im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz die Bedeutung des Forums als Brückenschlag zwischen Schulen und Universitäten, kirchlichen und staatlichen Beauftragten und Engagierten in zahlreichen Feldern der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen.

In seinem Festvortrag fragte Dr. Peter Radtke, Mitglied des Dt. Ethikrates, nach einem Dialog in asymmetrischen Beziehungen. Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn, Tübingen, wandte sich gegen ein gesellschaftliches Denken, dass immer mehr Menschen die Menschenwürde abspricht. Prof. Dr. Bert Roebben, Dortmund, reflektierte religionspädagogische Konsequenzen zwischen Autonomie und Angewiesensein.

Vorträge

Univ.-Prof. Dr. Bert Roebben: Autonomie und Angewiesensein - Religionspädagogische Perspektiven:
http://www.seekingsense.be/documenten/BadHonnef2010.pdf

Der Vortrag von Dr. Peter Radtke wird in Kürze auf unseren Internet-Seiten bereitgestellt.

Grußworte

  • Dr. Wilhelm Albrecht für den Vorstand des Deutschen Katecheten-Vereins pdf
  • Simone Bell-D'Avis - Leiterin der Arbeitsstelle Pastoral für Menschen mit Behinderungen der Deutschen Bischofskonferenz pdf
  • em. Prof. Dr. Roland Kollmann pdf
  • Präses Nikolaus Schneider pdf
  • Dr. Wolfhard Schweiker - Sprecher der ALPIKA-AG "Sonderpädagogik in Schule und Gemeinde" und Dozent am Pädagogisch-Theologischen Zentrum, Stuttgart-Birkach pdf
  • Jochen Straub - Referent für die Seelsorge für Menschen mit Behinderung im Bistum Limburg pdf
  • Prof. Michael Wermke - Arbeitskreis für Religionspädagogik e. V. pdf

Zahlreiche Workshops vertieften das Thema für unterschiedliche Praxisfelder: Schule, Gemeinde, Fortbildung, Einrichtungen u.a.
Der wissenschaftliche wie praxisbezogene Austausch und das Engagement für kirchlich verantwortete (Bildungs)Arbeit mit Menschen mit Behinderungen gehen weiter. "Ich werde wieder dabei sein", so die Meinung vieler Teilnehmender.

Veröffentlichungen:

Forum für Heil- und Religionspädagogik - Tagungsbände

 

Stark und autonom zu sein ist in unserer Gesellschaft ein erstrebenswertes Ziel. Menschen mit Behinderungen setzen sich seit langem dafür ein, aus der Abhängigkeit von Institutionen und bevor mundendem Helfen herauszukommen. Gleichzeitig ist für viele von ihnen der Zwang zur Individualisierung und Selbstbestimmung über fordernd geworden.

Jeder Mensch lebt in einem Geflecht von Abhängigkeiten und Beziehungen. Diese in gegenseitiger Achtung und größtmöglicher Selbstbestimmung nachhaltig zu gestalten ist eine tägliche Herausforderung. Das Forum widmet sich diesem Spannungsfeld von Autonomie und Angewiesensein.

Dabei richtet sich unsere Perspektive insbesondere auf ein Kommunikationsgeschehen, das Verständigung sucht: Verständigung als gastliche Umgangsform, die die unaufhebbare Fremdheit der/des Anderen realisiert und akzeptiert.

Dazu wollen wir

  • herkömmliche Autonomiekonzepte neu überdenken, und reale Erfahrungen von Abhängigkeit wahrnehmen,
  • nach Begegnungsformen suchen, die Autonomie ermöglichen, ohne in Distanz zu erstarren,
  • Anstöße geben, wie Achtsamkeit entwickelt werden kann,
  • Formen selbstbestimmten Lernens vor stellen und
  • resilienzfördernde Konzepte und subjektstärkende Arbeitsformen einüben. Mit diesem Thema steht das Forum in einer 10-jährigen Tradition, die religiöse Bildungsprozesse und Möglichkeiten der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen immer wieder neu ins Blickfeld rückt.

 


Kontakt: Dr. Annebelle Pithan, pithan@comenius.de

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