Evangelische Schulen

Kompetenzprofil für Lehrkräfte an evangelischen Schulen

Uta Hallwirth

„Gute Schule braucht gute Lehrerinnen und Lehrer“. Dieser in den Diskussionen um Schulqualität häufig zitierte Satz besitzt für evangelische Schulen besondere Bedeutung. Denn sie suchen Mitarbeitende, die neben ihrer fachlichen und pädagogischen Kompetenz bereit und in der Lage sind, das spezifische Profil einer evangelischen Schule angemessen mitzutragen, umzusetzen und weiterzuentwickeln.

Dabei darf es aber nicht darum gehen, den Einzelnen mit Ansprüchen zu überfordern, sondern das Kollegium als Ganzes mit all seinen Ressourcen in den Blick zu nehmen und Maßnahmen der Personalentwicklung, Schulentwicklung und Fortbildung als notwendige Unterstützungssysteme zu nutzen.

Fortbildung im Kontext von Personalentwicklung und Schulentwicklung ist daher das Thema des Runden Tisches für Fortbildung. In diesem Kreis kommen Fortbildungsanbieter im Raum evangelischer Schulen zum Erfahrungsaustausch zusammen und beraten die Entwicklung gemeinsamer Qualitätskriterien. Zur Zeit wird ein Orientierungsrahmen entwickelt, der diesem Zusammenhang besonders Rechnung trägt.

Die Beschreibung eines Kompetenzprofils für Lehrkräfte an evangelischen Schulen steht im Mittelpunkt. Ausgehend von den Standards der KMK für Lehrerbildung und dem daraus abgeleiteten Berufsbild, focussiert der Orientierungsrahmen diese Ansätze auf das evangelische Schulprofil und verändert so die Perspektive. Damit ergeben sich zum einen Schwerpunktsetzungen in den Kompetenzbereichen, z.B. bezogen auf den Umgang mit Heterogenität oder auf die Selbstkompetenz von Lehrkräften. Zum anderen führt dies zu Ergänzungen, insbesondere um religiöse und theologische Kompetenzen.

Mit der Festschreibung eines Kompetenzprofils ergeben sich notwendig Konsequenzen für Planung, Gestaltung und Strukturen von Fortbildung. Ziel des Runden Tisches ist daher auch die Beschreibung von Qualitätskriterien einer Fortbildung für evangelische Schulen, die die strukturellen Bedingungen für eine nachhaltige Wirkung von Fortbildung einschließt.

Mit diesem Ansatz sollen auch Kooperationsvorhaben, z.B. aufeinander abgestimmte Fortbildungsmodule oder die Vernetzung unterschiedlicher Anbieter, erleichtert werden.

Die Ergebnisse dieses Prozesses werden von der WAES Anfang 2009 als Handreichung veröffentlicht.

Dr. Uta Hallwirth, Wissenschaftliche Arbeitsstelle Evangelische Schule

CI Informationen 2008/2

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