Europäische Bildungsverantwortung in Europa

Pädagogik der Hoffnung in einem sich verändernden Europa (Bericht u. Tagungsdokumentation)

Janika Olschewski

Vom 18.-21.04.2017 fand an der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen in Bad Wildbad eine gemeinsam mit dem Internationalen Verband (IV) und der Intereuropean Commission on Church and School (ICCS) organisierte europäische Lehrerfortbildungstagung statt. Zunächst ging es um aktuelle Herausforderungen in Europa, und anschließend um Möglichkeiten, in der Schule Europabildung und ein positives Bild von Europa zu vermitteln. Elemente einer Pädagogik der Hoffnung wurden vorgestellt, die darauf abzielen Schüler und Schülerinnen in ihrem eigenen Handeln zu bestärken, und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Link zur Dokumentation

Der Vortrag von Rüdiger Noll (Evangelische Akademien in Deutschland) zu Hoffnungszeichen in einem Europa in der Krise bildete den inhaltliche Einstieg. Nachdem in diesem einige (politische) Problematiken umrissen wurden, schloss sich ein Beitrag von Dr. Liane Pluto vom Deutschen Jugendinstitut München an. Sie präsentierte empirische Befunde zur Sicht junger Menschen in Europa auf Themen wie Arbeit, Religion etc. Die Vorträge am zweiten Seminartag beschäftigten sich mit der Frage, wie ein positives Europabild und Hoffnung auf eine gute Zukunft in die Schule getragen werden kann. Prof. Dr. Stefan Immerfall (PH Schwäbisch-Gmünd) stellte Ideen und Anregungen für eine neue Erzählweise über die Europäische Union vor, die Raum zur Mitgestaltung und -sprache bieten. Prof. Dr. Monika Oberle (Georg-August-Universität Göttingen) erläuterte, wie mittels Rollenspiele die Europäische Union Schülern und Schülerinnen nähergebracht werden kann. Diesen Teil schloss Prof. Dr. Bert Roebben (TU Dortmund) mit einer religionspädagogischen Perspektive ab. Er sprach sich für Räume aus, in denen Schüler und Schülerinnen die Gelegenheit haben, eigene Geschichten zu erzählen und fortzuschreiben. Das Seminar endete am folgenden Tag mit einem Vortrag von Prof. Dr. Dirk Oesselmann (Ev. Hochschule Freiburg). Er entfaltete die Rolle des pädagogisch Tätigen als die eines Visionärs. Im Chaos der Realität können so gemeinsam mit Schülern und Schülerinnen Utopien entstehen. Neben diesen Vorträgen gab es auch eine Reihe von Praxisbeispielen der einzelnen Teilnehmenden aus England, Ungarn, der Schweiz, Slowakei, Niederlande sowie Deutschland. Eine umfassende Dokumentation der Beiträge der Teilnehmenden kann hier heruntergeladen werden.

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