Evangelische Bildungsverantwortung in Europa

Diversity shapes Europe's Future: European Conference

Peter Schreiner

Konferenz "Diversity shapes Europe's Future", Berlin 18./19. September, ICCS, IV und Evangelische Akademie zu Berlin in Kooperation mit dem Comenius-Institut, CoGREE und dem EKD-Kirchenamt

"Verschiedenheit ist kein Mangel, sondern im europäischen Zusammenleben eine wichtige Voraussetzung von Identitätsbildung", so die Botschaft der Konferenz, zu der am 18. und 19. September 2008 108 Bildungsverantwortliche aus 25 europäischen Staaten in Berlin zusammen kamen. Der für Bildung und Kultur zuständige EU Kommissar Ján Figel‘ betonte in seinem Beitrag, dass sich Europa zu einer interkulturellen Gesellschaft weiterentwickeln müsse, zu der auch ein respektvoller Austausch mit den Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften gehöre. Interkulturelle Bildung soll dazu beitragen, eine aktive europäische Staatsbürgerschaft zu entwickeln, die ein Europa des sozialen Friedens, der Offenheit und des Respekts für den Anderen fördert. Das erfolgreich angelaufene "Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs 2008" finde seine Fortsetzung im dem für 2009 geplanten "European Year of Creativity and Innovation".

Botschafterin Heidrun Tempel, Sonderbeauftragte für den Dialog der Kulturen des Auswärtigen Amtes in Berlin betonte die besondere Rolle von lokalen Projekten für die interkulturelle und interreligiöse Verständigung und das Zusammenspiel von Politik und Religionsgemeinschaften.

Imam Abduljalil Sajid, Vorsitzender der Task force für das „Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs 2008“ stellte die besondere Verantwortung der Religionsgemeinschaften für das Zusammenleben auf lokaler Ebene heraus. „Vielfalt ist durch Gott gegeben und deshalb müssen wir sie konstruktiv auf der Basis der Menschenwürde und Demokratie gestalten“, so Dr. Sajid.

Der englische Religionspädagoge Prof. Robert Jackson machte auf den bemerkenswerten Trend beim Europarat und der Europäischen Union aufmerksam, den Religionen eine bedeutende Rolle im interkulturellen Dialog zukommen zu lassen. Citizenship-Education sei eine der zentralen Aufgaben der kommenden Jahre. Dabei komme es darauf an, die Rolle und den Beitrag der Religion zu klären und zu fördern.

Bei einer Podiumsdiskussion wurde von Ulrich Bunjes das „Weißbuch zum Interkulturellen Dialog“ des Europarats vorgestellt, Dr. Simona Santoro erläuterte die 2007 veröffentlichten OECD „Guiding Principles on Teaching About Religions and Beliefs in Public Schools“ als einen Beitrag zur Sicherheitspolitik in Europa.

Direktor Rüdiger Noll, Vertreter der Konferenz Europäischer Kirchen sowie Michael Kuhn vom Büro der Bischofskonferenzen in der EU (COMECE), betonten die Herausforderung für die Religionsgemeinschaften, ihren Beitrag zur Dialogfähigkeit auch in ihrer eigenen Bildungsverantwortung zu entwickeln. Dialog solle eher als "Gesundheitsvorsorge" betrieben werden und nicht erst, wenn Konflikte ausgebrochen seien.

In Workshops wurden europäische Projekte und Praxismodelle interkulturellen und interreligiösen Lernens aus verschiedenen europäischen Kontexten diskutiert. Die Beiträge der Konferenz werden über www.iccsweb.org dokumentiert.

Weitere Informationen über: schreiner@comenius.de

The Contribution of Intercultural Dialogue and Religion to Education for Living together in Europe

Conference organized by

  • Intereuropean Commission on Church and School ICCS
  • International Association for Christian Education IV
  • The Protestant Academy in Berlin
  • in collaboration with the Coordinating Group for Religion in Education in Europe, CoGREE, the Comenius-Institut, Münster and the EKD office in Hanover

as a contribution to the

Together in Diversity - European Year of Intercultural Dialogue 2008

All information can be found here:

http://www.iccsweb.org/

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