Evangelische Bildungsverantwortung in Europa

Bildung als Thema der Kirchen in Europa - Initiativen geplant

Peter Schreiner

Im Strategiepapier der Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) im Juli 2009 wurde "Christian Education" als wichtiges Thema für zukünftige Aktivitäten der KEK aufgenommen. Diesen Impuls aufnehmend hat nun das Büro der Kommission für Kirche und Gesellschaft (KKG) bei einem Treffen im November 2009 mit den Europasekretären der Mitgliedskirchen "Education" als eines von sechs Themen für die kommenden Jahre vorgestellt.

Bei einem Arbeitstreffen im Februar 2010 in Münster wurden drei Themen identifiziert, die auf ihre "Projekttauglichkeit" hin überprüft werden sollen. Zum einen beinhalten Zusammenhänge von "Identität und Verschiedenheit" Herausforderungen für die Bildungsaktivitäten der Kirchen. Bei der Frage nach Merkmalen und Konturen einer "European Citizenship" geht es um den Beitrag der Kirchen zur Ausbildung ethischer und religiöser Kompetenz durch eigene Bildungsaktivitäten und um die kritische Begleitung staatlicher Initiativen. Und schließlich bleibt eine Aufgabe der Kirche, sich zu Bildungskonzepten zu verhalten, die in Programmen und Erklärungen der Europäischen Union erkennbar werden, bei denen die Frage der "Arbeitsmarkttauglichkeit" (employability) und entsprechender Qualifikationen dominiert und andere Aspekte einer auf Persönlichkeitsentwicklung zielenden Bildung nicht vorkommen oder allenfalls rhetorisch aufgenommen werden.

Bei der Themenfindung gilt es neben der Relevanz für europäische Entwicklung auch einen möglichen eigenständigen Beitrag der Kirchen erarbeitenzu können. Das CI ist über ICCS an diesen Entwicklungen beteiligt.

Peter Schreiner, schreiner@comenius.de

CI-Informationen 2010/1

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