Themenübersicht 2019

forum erwachsenenbildung : Übersicht über die Themen 2019

Steffen Kleint

 

 

 

 

Heft 1/2019
Gesellschaftliche Transformationen mitgestalten (erscheint 04.02.2019)
Wandeln sich die Verhältnisse gravierend, helfen Curricular nicht weiter - sie zeugen in dem Fall nur von verblassender Bildungstradition. Kurzatmige, trendige Bildungsangebote wiederum sind von Gesellschaftsdynamiken einfach nur erfasst und bleiben zahnloser Zeitgeist. Erwachsenenbildungsanbieter lassen sich daher keine Curricular verordnen, beten keine Bildungstrend-Mantren nach, sondern fördern freimütig das gesellschaftliche Gestaltungspotential und widerstehen destruktiven Massendynamiken. Erst dann sind Transformationen wie die Deutsche Einheit auch dynamisch und subjektivierbar zu verstehen oder als Aufgabe und Neuigkeit zu erinnern

Heft 2/2019
Lernkulturen und Emotionen (erscheint am 29.04.2019)
Selten ringen Anbieter um die Lernatmosphäre und fragen, welche Lernort- und Ausschreibungs-Ästhetik thematisch passt, wie Erkenntnisse emotional zu unterstreichen oder welche Form der Begrüßung und Gastfreundschaft hilfreich ist? Oft wird sogar Front gemacht zwischen Programmplanung/Sachlichkeit und Ästhetik/Emotionalität: wohl nur Angebote, die inhaltlich nicht überzeugen, haben Ästhetisierungen und Emotionalisierungen nötig. Das aber ist eine Mär bis empirisch widerlegt ist, dass Teilnehmende nicht nur Informationsverarbeitungssysteme sind, sondern in erster Linie interessengeleitet, freudig und stolz oder auch mühsam, schweren Herzens und verschämt lernen.

Heft 3/2019
Politisierte Kultur - kulturalisierte Politik (erscheint am 26.08.2019)
Interessieren andere Kulturkreise mehr als touristisch, dann wird es schnell politisch. Und in politischen Debatten muss man sich im öfter mit einzelnen oder gar personifizierten Kulturaspekten auseinandersetzen. Dabei ist kulturelle Bildungsarbeit auch ohne politische Konnotationen komplex, denn die strapazierten „kulturellen Unterschiede“ lassen sich alles andere als leicht an Sprachräumen, Staatsgrenzen, Milieuzugehörigkeiten, Personenmerkmalen festmachen. Wie also können Anbieter darauf achten, dass politische Probleme nicht durch kulturelle Stereotypisierungen kaschiert und kulturelle Auseinandersetzungen nicht noch massiver unter politischem Vorbehalt gestellt werden?

Heft 4/2019
Souverän und ohnmächtig in digitalen Zeiten (erscheint 11.11.2019)
Ohne Frage, der Mensch steht im Mittelpunkt, seine Bildungssouveränität ist Ausgangspunkt aller Programmarbeit. Der technische Fortschritt aber verändert die Arbeits- und Lebenswelt gegenwärtig rasant, Kreativität und Integrität der Einzelnen drohen als Optimierungsfaktoren zu verblassen. Daher muss im Lebenslauf gelernt werden, wie Reflexions- und Urteilsvermögen sich trotz neuer Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse eigenständig bilden lassen. Das allgegenwärtige Versprechen der „Subjektorientierung“ ist brisant und praktisch, es gehört (noch) nicht zur grauer Theorie und zu überkommenen Leitbildern.

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