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Evangelische Mädchenarbeit

Annebelle Pithan

Die evangelische Mädchenarbeit ist bisher kaum erforscht. Es liegen im Wesentlichen Jubiläumsschriften aus einzelnen Vereinigungen und Landeskirchen vor. Die vorhandenen Quellen sind meist ungeordnet und wenig gesichert. Noch leben ZeitzeugInnen, die befragt werden können. Unter dem Titel "Evangelische Mädchenarbeit von den Anfängen bis zur Gegenwart. Personen Institutionen Konzeptionen" entsteht deshalb ein Sammelband, der dieses Gebiet kirchlicher Bildungsarbeit zusammenfassend darstellt und würdigt. Die Veröffentlichung spannt den Bogen von den Anfängen ev. Mädchenarbeit im 19. Jahrhundert über die Strukturbildung in unterschiedlichen Vereinigungen in Kaiserreich und Weimarer Republik, die Verkirchlichung im NS-Staat, die Spaltung in Ost und West nach 1945, die Koedukation in den 1970er Jahren, die parteiliche Mädchenarbeit seit den 1980er Jahren bis zu aktuellen Fragen des Gender-Mainstreaming. Ziel ist es darüber hinaus, die bisher kaum gewürdigte und häufig verleugnete Bedeutung der evangelischen Mädchenarbeit für die nichtkonfessionelle Mädchenarbeit (z.B. in der Weimarer Republik, in Ostdeutschland nach 1989) darzustellen und zur Aufarbeitung der Mädchen- und Frauengeschichte beizutragen. Leitende Fragestellungen sind unter anderem: Welche Frauen- bzw. Mädchenbilder und welche Konstruktionen von Weiblichkeit prägten die Arbeit? Welche pädagogischen Konzeptionen von Mädchenbildung lagen zugrunde?

Wer Ideen, Kontakte, Forschungsbeiträge beisteuern möchte, wende sich gerne an: Dr. Annebelle Pithan pithan@comenius.de

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