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Dialog und Macht im Kontext von Religionen und Kulturen

Dirk Oesselmann

Unter diesem Titel fand vom 20. bis 22.10.2008 eine Tagung in der Missionsakademie an der Universität Hamburg statt.

Die Veranstaltung wurde von der Projektstelle entwicklungspolitische ökumenische Bildung in kirchlichen Ausbildungsgängen (peb) organisiert. Im Arbeitskreis Globales Lernen der Projektstelle arbeiten Dozentinnen und Dozenten von Evangelischen Fachhochschulen sowie weitere Fachleute an aktuellen Herausforderungen der Weltgesellschaft in der Perspektive des Globalen Lernens mit dem Ziel, diese Perspektive in Lehrangebote der Religions- und Gemeindepädagogik sowie der Sozialen Arbeit umzusetzen und in die Curricula einzubinden. Die Tagung soll diese Arbeiten einem größeren Kreis öffnen.

Inhaltlich ging es bei der Tagung um zwei komplementäre Fragestellungen:

1. Gestaltung von Dialogprozessen: Worum geht es bei dem „Inter-“ des interkulturellen oder interreligiösen Dialogs? Was wird verhandelt bei Begegnungen, mit welchem Ziel, mit welchem Interesse, mit welchen Methoden und mit welcher Utopie?

2. Einfluss von vielfältigen Machtbeziehungen: Inwieweit wird das interkulturelle und interreligiöse Geschehen von Machtverhältnissen, Abhängigkeiten und Rollenzuschreibungen geprägt? Was heißt das für das Gelingen eines Dialogs? Wie kann die eigene Position oder Meinung eingebracht und verteidigt werden, ohne den anderen zu vereinnahmen?

Bei allem bleibt die Grundfrage: Wie können und wollen wir zusammenleben?

Neben Vorträgen von Andrea Zielinski und Halima Krausen zu Dialog und Macht haben die Mitglieder des Arbeitskreises Beiträge zu dem Thema verfasst, die während der Tagung zur Diskussion stehen.

Dr. Dirk Oesselmann
CI Informationen 2008/2

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