Bereichsübergreifender Themenschwerpunkt Inklusion und inklusive Bildung

In den letzten Jahren wurde das Themenfeld Bildungsgerechtigkeit insbesondere hinsichtlich der Fragen nach gerechter Beteiligung/Teilhabe an Bildung, Be­fähigung, Chancenverteilung und Anerkennung in den Blick genommen. In erziehungswissenschaftlicher Perspektive standen dabei Fragen im Vordergrund, die mit den Kategorien Heterogenität, Pluralität, Diversität, Differenz oder Vielfalt bearbeitet wurden. Gesellschafts- und bildungspolitisch fokussierten sich Aufmerksamkeit und Handlungsnotwendigkeiten auf Inklusion bzw. inklusive Bildung. Für den Bereich Schule sind die allgemeinpädagogischen Fragen im Blick auf Schulstruktur, Schulentwicklung, Schulorganisation und Didaktik im Zusammenhang mit den Bemühungen um einen gemeinsamen Unterricht und die Förderung aller Kinder und Jugendlicher zu sehen. Für den Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder stellen sich diese Fragen mittlerweile nahezu analog. Im Bereich der Bildung von Erwachsenen stellt sich die Sachlage – wie fast im gesamten non-formalen Bildungsbereich – anders dar, nicht zuletzt aufgrund der in der Regel größeren Freiwilligkeit und Selbstbestimmung. Allerdings müssen auch hier die Zwänge zum Erwerb von Qualifikationen und Berechtigungen im Zusammenhang des Erhalts/Erwerbs von employability und des „lebenslangen Lernens“ zunehmend ernst genommen werden.
Dieses bereichsübergreifende Schwerpunktthema „Bildungsgerechtigkeit – Inklusion“ wurde und wird durch vielfältige Aktivitäten des CI aufgegriffen. Unter anderem konnte das CI die Breite der Thematik für das Kindes- und Jugendalter durch die Mitwirkung bei der Vorbereitung der EKD-Synode 2010 entfalten. Auf andere Art und Weise ist die Zugänglichkeit der vom CI verantworteten Lern- und Entwicklungsarrangements oder Bildungsgelegenheiten wie bei der religionspädagogischen Internetplattform oder in den Kursen des Fernstudiums ein zu berücksichtigendes Thema. Das Forum für Heil- und Religionspädagogik bearbeitet die Frage nach Integration/Inklusion von Menschen mit und ohne Behinderungen kontinuierlich. Mit dem Lesebuch zur Inklusion wurden die Impulse zum Umgang mit Behinderungen in den Zusammenhang einer allgemeinpädagogischen Perspektive von Diversität gestellt. In Konzentration auf eine genderorientierte und frauenspezifische sowie (praktisch-)theologische Perspektive werden im Frauenstudien- und -bildungszentrum Vielfalt und Differenz aufgegriffen.

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