Aufgabenbereich Schulentwicklung

Das Comenius-Institut (CI) und die Kommission Schulforschung-Didaktik in der Sektion Schulpäda­gogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft e.V. (DGfE) führten im März 2010 eine Tagung durch, die der Erkundung zur Unterrichtsentwicklung an guten Schulen und der Beschreibung der Rolle von Netzwerken und weiteren Unterstützungssystemen diente. Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass den Herausforderungen Heterogenität, Partizipation, Lernberatung und Vernetzung mit multiprofessioneller und institutionen­übergreifender Kooperation, individueller Vorbereitung auf den Übergang in die Schule, individueller Lernbegleitung und Partizipationsstrukturen wie Klassenrat und Schulparlament begegnet werden muss. Zum sich verändernden Umfeld gehört auch zunehmend ein islamischer Religionsunterricht. Gleich­zeitig zeigte sich, dass die staatlichen Unterstützungssysteme dafür nicht ausreichend sind. Die Unterstützungs- und Anerkennungsmöglichkeiten, die demgegenüber z.B. der Deutsche Schulpreis aufweist, sind als zukunftsweisend zu betrachten: Schul­labore und Schulakademie, regionale Vernetzung unter Einbeziehung von Erziehungswissenschaftlern u.a.m. tragen dazu bei, dass „gute Schulen“ und „guter Unterricht“ keine „ausgezeichneten“ Einzelfälle bleiben, wenn auch eine flächendeckende Entwicklung in Deutschland noch in weiter Ferne liegt. Damit werden die Vorreiterrolle und die (spezifischen) Chancen zivilgesell­schaftlicher Akteure, wie z.B. der Kirchen, auch im hoheitlich-staatlichen Bereich der Schule deutlich.

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